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Die verrückte Reise durch den Norden von Guatemala

Von Mexiko über Belize nach Melchor de Mencos

Die meisten, die von Mexiko nach Guatemala einreisen, wählen den Grenzübergang von Chiapas. Da wir uns aber bereits unweit zur Genze zu Belize befanden, entschieden wir uns für die Variante mit dem Chickenbus nach Belize Stadt und von dort dann direkt an die Grenze zu Guatemala weiter zu fahren. Die günstigste Variante ist der Chickenbus, der in Chetumal startet. Die Einreise nach Belize ging super schnell, nur die Ausreisegebühr von 533 Pesos war üppig.

Am Busbahnhof in Belize Stadt fährt dann auch relativ schnell der Anschlussbus weiter. Die Grenze zu Guatemala kann man dann zu Fuß überqueren. Nach etlichen Stunden im Bus beschlossen wir an der Grenzstadt eine Bleibe zu suchen. Mit leeren Taschen versuchten wir an drei Geldautomaten ohne Erfolg an Bares zu gelangen. Der Taxifahrer war schlimm und letztlich mussten wir ein teures Zimmer wählen, dass man auch mit Kreditkarte zahlen kann. Auf der Suche nach etwas Essbaren tauschten wir verbliebene Dollar und Pesos bei einer hilfsbereiten Familie in der Straße.

Am nächsten Tag standen wir mit den Daumen hoch an der Straße. Offensichtlich sind die Mexikaner dem Trampen offener eingestellt, am Ende ging es mit einem Colektivo nach El Remate, einem kleinen verschlafenen Dorf, dass zwischen den Touristenhochburgen Tikal und Flores liegt. Auf der Suche nach einer Unterkunft stießen wir auf einen Hinweis, dass eine Familie ihren Garten als Zeltplatz anbietet. Die Aussicht war fantastisch und die Entscheidung schnell gefällt.

Tikal National Park

Die Ruinen von Tikal sind eine der bedeutesten Mayastätten Zentralamerikas. Mitten im Dschungel gelegen, sollte man sich Zeit nehmen, die vielen Orte innerhalb des Nationalparks zu besuchen. Außerdem sollte man sich nicht durch den Eintritt abschrecken lassen, der für ausländische Besucher bei Q150 liegt. Wer den Park mit Guide besucht, kann zwischen Sonnenaufgangs-, Sonnenuntergangs- oder Rundtouren am Tag wählen. Letztlich kann man aber auch ohne Probleme auf eigene Faust losziehen.

Der Eintritt ist hoch, aber Tikal sollte man sich geben. Es gibt vieles zu entdecken, auch kreuzen Tiere, wie Brüllaffen deinen Weg, in der Luft fliegen die Papageien und die Aussichtspunkte mit Dschungelblick sind auf jeden Fall ein Erlebnis.

Flores

Von El Remate ging es für uns dann von den berühmt berüchtigten Flores. Wer sich gerne in den Sammelbecken von Touristen tummelt, ist hier gut aufgehoben und natürlich leugne ich auch nicht, dass die Stadt sich gut für Spaziergänge und das Beobachten von Sonnenuntergängen eignet. Am Ende sind es aber für mich zu viele Touris, etwas dass ich auf meinen Reisen versuche zu vermeiden – El Remate war da schon deutlich chilliger. Auf dem Weg Richtung Süden ging es dann weiter nach Poptun, natürlich Colektivo, das bis zum Dach voll mit Guatematecos, ihren Sachen und den zwei verrückten deutschen Mädels beladen war.

Poptun

Wen es nach Poptun verschlägt, den verirrt es in der Regel auch zur Finca Ixobel. Mitten im Nirgendwo gelegen, ist es ein Ort der Stille mit wunderschönen Möglichkeiten die Seele baumeln zu lassen. Man kann vor Ort Touren per pedes oder zu Pferd buchen. Wir selbst haben die Umgebung mit dem Volontär auf eigene Faust erkundet. Nächste Station war dann Rio Dulce.

Rio Dulce

Eigentlich ist Rio Dulce eine vielbefahrene Straße, wenn es nicht da auch Unterküfte wie unser Hostel direkt am Wasser geben würde. Für viele ist es die Zwischenstation nach Livingston. Rio Dulce selber hat einen nahe gelegenen Nationalpark und auch der Besuch bei den warmen Wässerfällen El Paraíso lohnt sich.

Auf dem Weg nach Lanquin und von den wunderbaren Erlebnissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein

Wer von Rio Dulce nach Lanquin fahren möchte, kann das mit einem üblichen Reisebus machen. Dass wir die öffentlichen Verkehrmittel der Einheimischen bevorzugen und die in der Regel günstiger sind, hat dazu geführt, dass wir die Reise im Colektivo mit mehreren Umstiegen antraten. Erstes Ziel war El Estor. Ein Einheimischer, mit dem ich ins Gespräch kam, wechselte mit uns in den Bus nach Panzos und empfahl uns an einer Kreuzung auszusteigen, um hier das Colektivo nach Santa Maria Cahabon abzufangen. Mitten und diesmal wirklich mitten im Nirgendwo sassen wir nun mit unseren Rucksäcken. Es war heiß und ich fühlte mich mal wieder wie die leckerste Delikastesse für alle Flugviecher dieser Welt. Kurz bevor mich Marie aufgrund meiner schlechten Laune umbringen konnte, hielt wie aus dem Nichts ein Auto neben uns. Ein europäisch aussehender Mensch fragte uns, was unser Ziel wäre und gab uns die Info, dass am Nachmittag keine Busse mehr in Richtung Cahabon fahren würden. Letzlich nahm er uns nicht nur mit, nein, der gute Klaus mit Verwandten aus Deutschland sprach auch unsere Sprache und besitzt in der Nähe zu Teleman eine Finca, auf der wir zwei Nächte blieben und vieles vieles Nützliches über Pflanzen, Guatemala und das Leben im Nirgendwo lernten. Ein unvergessliches Erlebnis, dass ich nicht missen möchte. Wer Klaus und Catarina besuchen möchte fragt in Teleman nach der Finca Constancia und richtet zusätzlich die allerherzlichsten Grüße an die beiden aus 🙂

Lanquin & Semuc Champey

Nachdem wir ursprünglich direkt von Rio Dulce nach Lanquin fahren wollten, hatten wir nun drei Tage gebraucht. Auch im letzten Colectivo von Coban nach Lanquin waren wir wieder die einzigen Europäer weit und breit. Ich habe keine Ahnung wie die anderen Touristen das Land bereisen, wir waren auf jeden Fall nahezu immer die exotischste Fracht. In Lanquin angekommen, wurden wir direkt von zig Menschen bestürmt und in deren natürlich jeweils beste Hostel zu kommen. Auf der Suche nach Alternativen wurde uns der Garten einer Familie zum Zelten zur Verfügung gestellt. Das Verhalten der Töchter des Hauses wurde nach und nach immer sonderbarer, sodass nach einer Nacht doch eine neue Unterkunft hermusste. Lanquin selbst ist ein nettes Fleckchen Erde. Nach Semuc Champey lassen sich die meisten fahren, dabei kann ich jedem nur ans Herz legen die rund 12 Kilometer Weg zu gehen.

Semuc Champey selber ist ein Naturschutzgebiet, dass aus vielen kleineren Wasserbecken besteht, die zum Schwimmen und Verweilen einladen. Je nach Wetter,Tages- und Jahreszeit varriert die Farbe des Wassers. Immer wieder ein Genuss, was die Natur so alles zu bieten hat.

Fotos Guatemalas Norden

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