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Acatenango – Asche aufs Haupt und Tanz auf dem Vulkan

Wer Guatemala besucht, kann das Land nicht verlassen, ohne auch einen Vulkan bestiegen zu haben. Es ist eines der Highlights und im Nachhinein kann ich auch sagen ein sehr beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis.

Wir haben uns für die Besteigung des Acatenangos entschieden. Der Schichtvulkan ist einer der höchsten in Mittelamerika mit einer Höhe von 3.976 Meter. Er liegt direkt neben dem Vulkan Fuego.

Von Antigua aus werden zahlreiche Touren mit Übernachtung angeboten (Kosten mit Eintritt  liegen bei ca. 350 Quetzales). Aber wenn man doch seine eigenen Campingsachen dabei hat, sollte es doch auch ohne Guide gehen – haben wir uns gedacht. Also sind wir mit dem ersten Chickenbus nach Parramos (Q3) und von dort wollten wir weiter nach La Soledad (Q10).  Natürlich hätten wir ewig auf den zweiten Bus warten müssen und so haben wir das Angebot eines Locals dankend angenommen mit ihm nach San Jose de Calderas zu fahren und von dort aus privat von ihm zum Wegstart zu kommen (danke Marvin 🙂 ).

Da wir früh gegen 8 Uhr starteten, hatten wir den ganzen Weg für uns, die meisten Touren starten etwas später. Bis zur ersten Hütte (Sammel- und Abschlusspunkt der Touren) sind es rund 500 Meter, die immer nur in eine Richtung führen – bergauf und teilweise auch sehr steil. Vernünftige Schuhe wären im Nachhinein ein Segen gewesen. Zwischendurch kommen immer wieder Plätze zum Rasten. Wer ohne Guide geht, sollte vielleicht vorher nach dem einfachsten Weg fragen. Wir sind natürlich einfach losmaschiert und so über den schwierigsten Weg bis an die Spitze gelangt. Auf dem Weg fing es bereits an neblig und windig zu werden. Oben angekommen war es schwierig sich zu orientieren. Der erste Campingplatz ganz oben kam für uns nicht in Frage – nur noch Beklopptere Leute stellen ihr Zelt im eiskalten Sturm und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt dort auf. Der zweite Platz laut Maps.me bestand aus einem offenen Dach und einem kleinen Fleckchen Erde für das Zelt.

Also versuchten wir zum nächsten Campingplatz zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits seit 6 Stunden mit Gepäck unterwegs, völlig ko und auf der Spitze sind wir dann völlig ohne Orientierung herumgeirrt, haben unglaublich gefroren und vor lauter Verzweiflung beschlossen wieder zum Dorf zurückzuwandern und lieber sicher unten anzukommen.

Völlig fertig begegneten wir dann Daniel, der mit seiner Gruppe gerade auf dem Weg zu deren privaten Campingplatz war. Von ihm bekamen wir dann auch die Info, dass wir unten im Dorf keinen Bus mehr bekommen würden und er bot uns stattdessen an, mit ihm zu kommen und beim Übersetzen als Ausgleich zu helfen. Was ein Held, der unsere Hintern da rettete 🙂

Das der Campingplatz auch noch direkt neben dem Fuego lag und wir eine traumhafte Aussicht dazu bekamen, war natürlich auch mehr Glück als Verstand. Wir bekamen von ihm auch noch Matten für unseren Zeltboden. Die Nacht war eisig, der Wind mörderisch und die Vorstellung um vier Uhr morgens aus dem Schlafsack heraus zu müssen grauenvoll.

Der Sonnenaufgang ist dann noch das letzte Stück Energie, was man geben muss um dafür ein einmaliges Erlebnis über den Wolken zu haben. Zurück sind wir dann auch mit Daniel, der immer ein wachsames Auge auf uns müden und verrückten Mädels hatte, da wir mangels Schlaf und perfekten Schuhen immer wieder wegrutschten und auf dem Hintern landeten.

Er war es auch, der uns auf seinem Roller nach San Jose de Calderas brachte, wo wir einen Chickenbus zurück nach Antigua nahmen. Leider haben wir dieses Erlebnis zu dritt mit Rucksäcken auf dem Roller nicht auf einem Foto, sondern im Herzen verankert.

Fotos Vulkan Acatenango

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